Gemeinsam stark sein!

Mir ist völlig bewusst, dass nicht jeder mit meinem Text konform sein wird. Hier handelt es sich allein um meine eigenen Erfahrungen und meine eigene Meinung! Mich bedrückt schon seit Längerem der Wandel auf Sozial-Media-Plattformen und konkreter Auslöser zu diesem Post war eine besorgniserregende Nachricht an mich. Ein junges Mädchen, das mich nach Hilfe bat, weil sie nicht mehr weiterweiß. So etwas ist furchtbar. Niemandem soll hier der Mund verboten werden, wenn er etwas Problematisches kritisiert, sondern die Art und Weise sollte sich ändern. Eine konstruktive Diskussionsplattform ohne beängstigende Dynamik. Eine Plattform bei der alle dazulernen können, ohne Angst davor haben zu müssen etwas zu posten, was sie gut finden.

Über dieses Thema zu reden ist nicht leicht, wenn man selbst mal Opfer war, aber es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass viele meiner Follower betroffen sind und diese Tatsache macht mich unfassbar traurig. Traurig und wütend, denn es muss nicht sein und sollte schleunigst wieder in eine andere Richtung gehen. In eine Richtung in der viel mehr Akzeptanz und Rücksichtnahme herrscht. Schluss mit Mobbing! Ich möchte euch dazu kurz meine Geschichte erzählen, damit ihr versteht, warum mir dieses Thema so wichtig ist und es fällt mir bis heute nicht leicht, darüber zu reden. Wenn ich es geschafft habe, schafft ihr es auch! Gemeinsam sind wir stark!

Ich zog mit meiner Mutter von Berlin in eine Kleinstadt, besser gesagt in ein Dorf, wo der Hahn noch Hahn sein darf und man morgens von Kirchenglocken geweckt wird. Ich war gerade 8 Jahre alt geworden, war selbstbewusst und aufgeweckt. Eine Berliner Großschnauze eben die ihr zuhause vermisst. Die beste Vorlage, um von den neuen Mitschülern gemobbt zu werden.  Das Ganze zog sich bis auf die weiterführenden Schulen, dort nahm man als Grund mein Aussehen, zu dünn, ich wäre magersüchtig. Anfeindungen kamen mir täglich um die Ohren geflogen und jeden Tag ließen sie sich etwas Neues einfallen. Magersüchtige Rapunzel war wohl das Netteste. Es war ein Kampf. Ein langer Kampf. Ganze 7 Jahre, die ich durchgestanden habe und die ich ohne meine Mutter und meine damals beste Freundin nicht geschafft hätte.

Ich sage mir oft, ich habe nichts falsch gemacht, denn ich hatte es nicht verdient, niemand hat das, aber eines gibt es, was ich wirklich bereue. Ich habe mit niemanden darüber geredet. Tut es! Wenn ihr Opfer geworden seid oder mitbekommt, wie jemand anderes aus eurem Umkreis gemobbt wird, wendet euch an eure Familie, Freunde, Lehrer! Ihr müsst und sollt es nicht alleine durchstehen!

Was hat das Ganze nun mit Sozial Media zu tun? Warum erzähle ich euch das? Seit ich auf Instagram bin, bekomme ich ab und zu mal mit wie sich gestritten wird aber dieses Jahr, ist kein Vergleich zu denen davor. Anfeindungen, Rezensionen die auseinandergenommen werden und alles wird einem im Mund herumgedreht. Egal ob mit einem kleinen oder einem großen Account, wir haben Verantwortung! Ob wir es wollen oder nicht! Manche nehmen uns vielleicht sogar als Vorbild. Hinter jedem Account sitzt ein Mensch, den wir in den meisten Fällen noch nie gesehen haben. Wir wissen also nicht, wie dessen Leben aussieht.

Ich selbst habe nach über 13 Jahren noch mit so einigem zu kämpfen und dass, obwohl ich mich mittlerweile als recht selbstbewusst einschätzen würde. Ich habe alles aus eigener Hand geschafft und bin verdammt stolz darauf aber mein kleines Päckchen trage ich deswegen bis heute. Schreibt z.B. jemand etwas Negatives, ohne direkt einen Namen zu nennen, beziehe ich es oft auf mich selbst. Nehmen wir ein kürzliches Beispiel: XY twittert, dass es nervig ist, dass immer mehr Instagrammer Haut zeigen um mehr Follower zu bekommen. Ich hatte kurz davor ein Bild hochgeladen, auf dem man meinen Bauch sieht und schon geht es in meinem Kopf los. Meint die Person mich? Ist das wirklich zu viel Haut? Soll ich es löschen? Und kurz nach dem diese nervigen Gedanken kommen muss ich mir selbst sagen: „Und wenn?“ Ich mag das Bild, es bleibt, warum zerbreche ich mir meinen Kopf darüber? Diese Unsicherheit, und da bin ich mir sicher, kommt nur wegen damals. Es richtet so viel unterbewusst an, lassen wir das nicht zu!

Lasst uns, uns nicht unterkriegen! Niemand hat das Recht uns zu beleidigen oder schlecht zu behandeln aber wir müssen auch achtgeben und reflektieren! So wie wir es nach außen tragen, so kommt es zurück! Ich möchte nicht damit sagen, dass wir uns alles gefallen lassen sollten, nein das müssen wir sicher nicht! Jeder von uns macht Fehler! Ich drücke mich manchmal auch völlig falsch aus, obwohl ich es anders gemeint hatte. Sich für einen begangenen Fehler zu entschuldigen zeigt von Charakterstärke und lässt uns definitiv nicht klein dastehen.

Versuchen wir mehr Platz zu schaffen für andere Meinungen, kommentieren nicht böse drauf los ohne den Hintergrund des Postes zu kennen, bleiben sachlich, hinterfragen, tragen nicht alles öffentlich aus, denn vieles ist gar nicht so gemeint und man hat es schlicht in den falschen Hals bekommen. Dafür gibt es Privatnachrichten! Kritik ist gut aber bitte freundlich und nicht herablassend. Die Hau-Drauf Methode ist in meinen Augen verdammt sch**** und führt zu nichts. Nachrichten screenshotten und zu reposten anstatt sachlich miteinander zu reden führt schlussendlich dazu, dass sich die Community spaltet und davon hat niemand etwas.

Lasst uns Menschen als Menschen sehen und nicht in Gruppen einteilen. Lasst uns Hass keine Chance geben! Für mich zählt immer der Charakter. Geschlecht, Religion, sexuelle Neigung, Herkunft, Hautfarbe, finanzielle Stellung, all das und noch viel mehr sollte nicht im Vordergrund stehen! Lasst uns zuhören, wenn jemand ein Problem hat und sich uns anvertrauen möchte. Lasst uns anderen ein Lächeln oder eine Umarmung schenken. Lasst uns mehr liebe Nachricht schreiben, dies kann so viel ändern. Mir hat es das ein oder andere Mal mehr gegeben, als sich einer vorstellen kann. Ich habe etwas herausgesucht, das meiner Meinung nach eine sehr gute Lösung ist und die ich für mich auch schon so angewendet habe.

Was kann ich tun, wenn ich von Cybermobbing betroffen bin?

  • Nicht antworten und nicht reagiere
  • Die mobbenden Personen blockieren, wenn der Versuch einer normalen Diskussion fehlschlägt und die Situation sich nur verschlimmert
  • Mit einer erwachsenen Vertrauensperson sprechen (Eltern, Schulleitung, Lehrer)
  • Die Betreiber der Digital-Angebote kontaktieren und die jeweiligen Inhalte entfernen lassen (Damit meine ich nicht, dass jeder alles melden sollte, hier geht es mir um absolut feindselige Kommentare!)
  • Ruhig bleiben und sich nicht Selbstzweifeln hingeben

Wir sind als Zuschauer und Beobachter genauso in der Pflicht! Ausbremsen oder Anfeuern? Jeder von uns nimmt Bücher anders wahr, denn jeder von uns hat eine andere Vergangenheit oder Gegenwart, ist in einem anderen Alter. Bücher die mir früher gefallen haben finde ich heute vielleicht kritisch und würde sie nicht mehr empfehlen. Lesen ist ein Lernprozess! Lebensumstände und eigene Erfahrungen können auch einen großen Unterschied machen. Über Bücher zu diskutieren kann so viel Spaß machen und das sollte es auch. Oft bin ich mit anderen einer Meinung und mindestens genauso oft, findet jemand ein Buch grausam das ich total mochte.

Lasst uns lieb und freundlich zueinander sein. Das hat nichts mit einer rosaroten Wolke zu tun, aus der bin ich schon lange draußen, aber das ist das, was ich mir wünsche! Für mich, für euch, für jeden von uns!

Tausend Dank an eine ganz wundervolle Person, ohne die dieser Beitrag nie veröffentlicht worden wäre und ohne die ich nicht den Mut dazu gefunden hätte! Die mich eben auf solche Fehler aufmerksam gemacht hat, die definitiv falsch verstanden worden wären. Danke, dass es dich gibt und du so bist, wie du bist!

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The Mist / Oder auch: „diesen Mist kann man sich sparen!“

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  1. Benjamin

    Was soll man da noch hinzufügen? Als ich auf Bookstagram gestartet habe, warst du die erste Person, die mir “Starthilfe” gegeben hat. Du warst von der ersten Sekunde an freundlich und supportend, wobei ich auch gar nicht das Gefühl habe, dass du in einer rosaroten Blase lebst. Ich glaube du hast schon sehr viel durchgemacht und umso mehr bewundere ich deine reflektierten und starken Worte.

    Danke für deinen Post. <3

    • Hi Benjamin,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar, dass bedeutet mir echt viel!
      Und ich habe es sehr gerne gemacht, finde deine Instagram Seite nach wie vor klasse, also jederzeit und immer wieder gerne.

      Liebst Tinker

  2. Oh, du hast so recht. Gerade was das Körperliche angeht und mit den „zu dünn“ sein. Wie oft durfte ich mir das anhören und wie oft habe ich damals den Mund nicht aufgemacht, aus Angst, einen auf den Deckel zu bekommen, weil diese Menschen einschüchternd wirken können?
    Ich habe aufgrund solcher Kommentare genau wie du immer noch oft mit so manchem zu kämpfen, auch wenn ich mich selber als selbstbewusst bezeichnen würde. Klar, sollte man auf solche Kommentare nicht so viel geben, aber sind wir mal ehrlich, berührt uns Negatives leider immer nachhaltiger, was ich schade finde. Gerade weil so mancher sich anscheinend nicht bewusst ist, was sein Kommentar mit jemandem machen kann. Aber im Internet ist ja bekanntlich alles einfacher.
    Ich kann dir in allem, gerade zu der derzeitigen Zeit (XD) einfach nur zustimmen. Anderen den Erfolg gönnen, auch wenn man selber vielleicht neidisch ist. Bei mir läuft auf Social Media auch nicht jedes Bild gleich gut, das ist halt nun mal so.
    Aber trotzdem rechtfertigt das nicht, solche negativ Kommentare abzugeben. Ich lebe nach dem Motto: Sei nett und freundlich und behandle andere so wie du selber auch behandelt werden willst.
    Klar, manchmal drückt man sich vielleicht etwas komisch aus, oder der andere versteht es falsch. Aber in meinen Augen ist das nichts, was man nicht klären könnte, anders als „beleidigende“ Kommentare. Die rechtfertigen gar nichts.

    Also: EINFACH AMEN.

    xo Anna

    • Hey Anna,

      leider wird das Mobben in unserem Fall oft spöttisch abgetan. Bei meinen Lehrern hieß es damals nur, dass ich doch froh sein soll, besser als anders herum und ich wäre zu dick. Was für ein Blödsinn. Ich finde, da sollten alle etwas achtsamer sein und das meinte ich auch mit dem Zuhören. Ich verstehe manche Kommentare auch falsch aber dann hak ich lieber einmal nach als gleich giftig zurückzuschreiben. Musste ich auch erst lernen…
      Vor einigen Monaten bekam ich per PN die Frage gestellt, ob ich meinen Sohn nicht mit Gesicht in der Story zeige, weil er vielleicht zu hässlich sei. Da sind wir uns sicher alle einig, dass blocken die beste Lösung ist, auch wenn mir der ein oder andere böse Kommentar auf der Zunge lag.
      Neid spielt definitiv auch eine große Rolle, ich bin auch des Öfteren neidisch aber umso mehr gönne ich es den Leuten. Nehmen wir nur mal deinen coolen Pferdesmiley, ich bin sowas von neidisch!!! *lacht*
      Ein nettes, respektvolles Miteinander bei der jeder seine Meinung äußern kann ohne Angst zu haben und offene kostruktive Diskussionen wären schön.

      XOXO Tinker

  3. Hey Tinka,
    bei Insta habe ich das noch nicht erlebt. Gott sei Dank! Aber bei Twitter habe ich es schon mehrfach erlebt, dass mir Worte im Mund bzw. von den Fingern umgedreht wurden. Dass etwas hineininterpretiert wurde, was gar nicht so gemeint war. Was dann wieder weiter getragen wurde. Was weiß ich wie weit. Es ist so traurig und auch erbärmlich. Ich verstehe nicht, warum die Kraft und Zeit nicht für andere Dinge genutzt werden als Leute schlecht zu machen. Vor allem bin ich ein Mensch, der jemanden direkt anspricht, wenn was nicht passt. Aber auch da habe ich schon schlecht Erfahrungen gemacht.
    Ich habe mich von Twitter jetzt weitesgehend gelöst und poste da nur noch Blog-Beiträge. Ich saß in letzter Zeit nicht nur einmal mit Tränen in den Augen vor dem Bildschirm.
    In ein geschriebenes Wort kann so viel hineininterpretiert werden. Gesprochen ist es wieder was ganz anderes.

    Das Mobbing aus der Schulzeit kenne ich gut. Ich war immer „die Komische“ und wurde gemieden. Ich habe nicht geraucht und war schlecht im Sportunterricht. Zwei Kriterien, die meinen Mitschülern wichtig war. Also war ich oft alleine. Es ging sogar soweit, dass ich in der Pause von der Bank geschubst wurde… Lassen wir das.
    Ich finde, wir können stolz auf uns sein, was wir bis heute geschafft haben!

    Aber ich bin auch jemand, der sich alles gleich zu Herzen nimmt oder sich angesprochen fühlt.

    Fühl dich gedrückt!

    Steffi

    • Hallo meine Liebe,

      eine Freundin sagte, ihr Unwort 2018 ist subtweeten. Sehr treffend. Ich finde es immer noch am besten wenn man nicht negativ in die Konservation geht und versucht ordentlich miteinander zu sprechen. Vielleicht nicht immer einfach aber besser um Missverständnisse zu lösen.
      Mobben ist einfach… Und du hast vollkommen recht! Wir können definitiv stolz darauf sein und sollten versuchen, uns nicht mehr so viel zu Herzen zu nehmen. Leichter gesagt als getan.

      Liebste Grüße,
      Tinker

  4. Sophie

    Ich finde es sehr gut, dass du das gepostet hast. Ich persönlich finde es immer extrem befreiend einfach mal aufzuschreiben, was einem alles passiert ist.
    Ich denke viele Leute haben Ähnliches erlebt und wenn einer tatsächlich einfach mal erzählt, was ihm passier ist fällt es anderen vielleicht leichter über ihre eigenen Erlebnisse zu reden.
    Mobbing ist auch für mich nichts unbekanntes und ich kann die Personen, die so etwas tun einfach nicht verstehen…
    Bei mir hat es nicht einmal mit meinem Aussehen angefangen, sondern damit, dass ich angefangen habe Bücher zu schreiben. Es ist echt verrückt wie manche Menschen reagieren, wenn man nur andere Interessen hat wie sie.
    Aber ich denke auch, dass mich das mit der Zeit irgendwann stark gemacht hat. Ich kriege immer noch viele blöde Kommentare ab, dieses Mal für meinen Style, aber es interessiert mich einfach viel weniger.
    Ich habe gelernt selbst zu akzeptieren, dass ich halt anders bin als der Rest, das aber nicht zwingend schlecht sein muss.

    • Liebe Sophie,

      ich finde das wichtigste ist, dass man drüber stehen kann und stark genug ist für sich selbst einzustehen. Dann kann man auch anderen helfen. Jeder der aber solche Erfahrungen machen musste ist einer zu viel. Viel einfacher wäre es, wenn jeder auf sich schaut, dann wäre vielen schon geholfen. Andere beurteilen ist immer leicht aber kaum einer kennt die Geschichte hinter jedem einzelnen. Ich finde es gut das du dass machst was DICH glücklich macht. Das ist doch die Hauptsache oder? ^^

      Liebst, Tinker

  5. Ein echt tolle Beitrag Tinker. Ich wurde in der Schule auch gemobbt, weil ich eben nicht so bin, wie andere es gerne hätten pder erwarten und nur wenige Freunde habe.
    Ich habe mich einer damaligen Freundin anvertraut, hätte aber nie mit einem Erwachsenen/ Lehrer darüber gesprochen. Aber die Mutter dieser Freundin hat sich dann an die Schule gewandt. Es gab lange Gespräche damals.
    Ich kann auch nicht verstehen, warum Menschen so etwas tun. Wollen sie von sich ablenken?
    Jeder tickt anders, mag andere Dinge. Mir gefällt etwas super gut und der nächste findet es total s******. So what?! Man kann doch sachlich diskutieren und den anderen Standpunkt einfach akzeptieren.

    • Hallo Melanie,

      wenn jeder gleich ticken würde wäre die Welt sicher der langweiligste Ort des ganzen Universums. Ich liebe z.B Großstädte weil jeder so rumläuft wie es ihm passt und alles so anonym ist. Ich finde es manchmal wirklich beängstigent wenn andere sich über jemand eine Meinung bilden den sie gar nicht kennen. Ich finde es aber auch wichtig, dass wir selbst so was nicht tun. Oft vergisst man schnell das wenige Worte, die nicht böse gemeint sind, andere verletzen könnten. Ich finde es gut das dir geholfen worden ist und deine Freundin so mutig war, sich ihrer Mutter anzuvertrauen. Sonst hätte sich sicher nichts geändert.

      Liebste Grüße,
      Tinker

  6. Liebe Tinka, danke für diesen tollen und ehrlichen Beitrag! Dieses Thema ist so unglaublich wichtig und verdient immer unsere Aufmerksamkeit! Ich bin erst sehr kurz bei Bookstagram bzw Instagram generell – ich bin nicht betroffen, aber sehe diese riesigen Shitstormwellen in den letzten Wochen so einige Personen überrollen. Ich finde das schrecklich! Selbst wenn ich vielleicht mit einer Meinung nicht einverstanden bin, gibt es mir noch lange nicht das Recht die ganze Person in den Dreck zu ziehen. Während meiner Schulzeit war ich mit Leuten befreundet die gemobbt wurden und mit Leuten die teilweise selber drohten in die Rolle des Mobbers abzudriften. Dies hat mich gelehrt den Mund aufzumachen und dort, wo ich es kann, zu versuchen Einfluss zu nehmen und Augen zu öffnen. Auch ich persönlich hatte solche und solche Phasen… diese haben mich geprägt, aber ich habe mir ein ziemlich dickes Fell zugelegt und gelernt die Dinge nie persönlich zu nehmen. Ich kenne die Leute nicht, sie kennen mich nicht – darum lege ich nicht unbedingt Wert auf das, was sie zu mir sagen. 🙂 Klingt vielleicht zu einfach, funktioniert bei mir aber. Ich hoffe wirklich, dass deine Leser/innen sich deine Worte zu Herzen nehmen & lernen ihren Mitmenschen mit mehr Verständnis und Mitgefühl zu begegnen. Letztendlich gucken wir den Leuten immer nur vor den Kopf. Alles alles Liebe, Miriam

    • Liebe Miriam,

      danke für deine Meinung und nein es hört sich nicht zu einfach an. Ich finde es echt toll, dass du sagst schon in beiden Rollen gewesen zu sein. Wenn wir alle mal ehrlich zu uns sind, war es sicher schon jeder von uns. Bewusst oder unbewusst. Ich finde es wichtig den Mund aufzumachen, dabei aber nicht die gleiche Herrangehensweise zu wählen. Zu zeigen, dass es auch anders geht. Jeder darf und soll seine Meinung vertreten. Wenn wir dabei alle etwas Rücksicht nehmen wäre die Welt schon ein Stückchen einfacher.

      Liebst Tinker

  7. Laura

    Liebe Tinker, vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Auch mir ging es in der Schule ähnlich , auch ich war zu dünn für meine Mitschüler. Ich fühle mich heute noch sehr stark angegriffen wenn jemand zu mir sagt “ ess mehr „. Auf Instagram habe ich ein Glück noch kein Mobbing mit bekommen . Die bösen Leute ( so nenne ich sie) habe ich alle blockiert . Ich war früher sehr aktiv auf Facebook , habe mich von dort aber zurück gezogen, weil in einer Büchergruppe extrem über mich hergezogen wurde. Ich hatte gepostet das ich es schade finde das früher viele über Cassandra Clares Bücher gelästert haben und nicht verstehen wieso ich die Bücher so mag und dann kam die Serie und alles wurde gehypt. Und nur weil man öffentlich schreibt , man fühlt sich falsch verstanden , wird man so fertig gemacht ? Daher bin ich auf Insta geflüchtet und habe hier ein Glück liebe Büchermenschen kennen gelernt und die bösen jetzt blockiert ( leider treiben die jerzt hier auch ihr Unwesen ). Ich finde auch wir sollten zusammen halten und harmonisch bleiben

    • Liebe Laura,

      danke für deine Antwort. Ich finde es immer toll wenn jemand Bücher mag die andere nicht mögen oder einfach nicht bekannt sind. Jedes Buch hat doch seine eigene Fangemeinschaft, ob klein oder groß und wenn jeder die gleichen Bücher mögen würde wäre es sicher wahnsinnig langweilig. Außerdem hätte ich sonst das ein oder andere Buch nie gelesen, das mir mittlerweile total ans Herz gewachsen ist.
      Als Böse würde ich sie gar nicht bezeichnen. Vielleicht wissen und kennen sie es selbst nicht anders. Außerdem macht uns diese Ausdrucksweise nicht besser. Ich denke, wenn man in ein offenes Gespräch geht und seinen Standpunkt klar und freundlich vertritt, kommt oft bessere Ressonnaz, als einfach drauf zu hauen. Wenn es nicht klappt ist es schade darum aber hey, man hat es versucht ohne jemanden zu verletzen. Ich hoffe du verstehst was ich meine.

      Liebst, Tinker

      • Laura

        Ich habe diese Menschen persönlich auf der fbm angesprochen und das hat auch leider nicht viel geholfen . Sie treiben weiter ihr Unwesen im Netz und mobben was das Zeug hält andere Blogger . Ich hatte sie dann einfach blockiert. Böse ist schon nett gemeint

  8. Ich weiß gar nicht wirklich, was ich dazu noch sagen kann. Meine Schwester und ich wurden 10 Jahre lang stark gemobbt und haben heute noch mit den Folgen zu kämpfen. Aber dein Text ist sehr ehrlich und gleichzeitig sehr wichtig. Für andere und die Bookstagram Community. Danke für diesen tollen Beitrag!!
    Liebe Grüße,
    Yvonne

    • Liebe Yvonne,

      tut mir leid, dass ich erst so spät antworte! Ich hoffe bei deiner Schwester und dir hat das Mobben ein Ende! Ich weiß zu gut wie es ist und hoffe es wird für euch beide mit der Zeit leichter damit umzugehen… Selbst für mich hört sich der vorrige Satz bescheuert an, ich hoffe ihr wisst was ich damit meine! 🙁 Ich wünsche euch 2 das Beste der Welt!

      Liebst, Tinker

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